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Rainer Buhmann

Mentale Performance im Schach – GM Rainer Buhmann & Janik Notheis

Auftakt der Videoreihe von Großmeister Rainer Buhmann und Sportpsychologe Janik Notheis: Was Mentaltraining im Schach wirklich ist, welche Missverständnisse es gibt und warum Wissen allein nicht reicht, um unter Turnierdruck zu performen.

Auftaktfolge der gemeinsamen Videoreihe von Großmeister Rainer Buhmann und Sportpsychologe Janik Notheis, Gründer von ChessMind. Die Leitfrage: Warum können viele Spieler im Training glänzen und in der Turnierpartie ihre Leistung nicht abrufen? Die beiden klären, was Mentaltraining im Schach tatsächlich umfasst – und welche verbreiteten Missverständnisse den Einstieg blockieren.

Über GM Rainer Buhmann

Rainer Buhmann ist Schachgroßmeister, langjähriger Trainer und im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Stimmen für mentale Aspekte im Schach. Er hat mit der W.I.N.-Methode ein ganzheitliches Schachtrainingsmodell entwickelt, dessen Kern ein strukturierter Denkprozess für die Partie ist. Als ehemaliger Profi – unter anderem im Kader der deutschen Nationalmannschaft – kennt er den Wettkampfdruck aus eigener Erfahrung und arbeitet heute in Einzel- und Gruppentrainings mit Spielern vom Amateur- bis zum Spitzenbereich.

Was Mentaltraining wirklich ist – und was nicht

Buhmann bringt das Ziel auf einen Punkt: zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt die eigene Bestform abrufen zu können, auch nach einem Fehler oder unter Störeinflüssen. Notheis ordnet die Methoden entlang zweier Achsen: zeitlich in Pre-, In- und Post-Performance-Phasen, inhaltlich in emotionale, physiologische und motivationale Ebenen, die permanent aufeinander einwirken. Ebenso deutlich wird, was Mentaltraining nicht ist: kein einmaliger Vorsatz und kein Umlegen eines inneren Schalters. Entscheidend ist das Wort Training – Routinen müssen wiederholt werden, genau wie eine Eröffnungsvariante.

Anspannung, Flow und die unnötigen Fehler

Ein zentrales Thema ist Selbstregulation. Zu wenig Anspannung kostet Aufmerksamkeit, zu viel führt zu Angst vor dem Ergebnis und verengt das Denken – dazwischen liegt der Bereich, in dem Flow und Bestleistung möglich werden. Buhmann erzählt von seinem ersten Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft 2001, bei dem er drei Gewinnzüge sah und trotzdem einzügig in eine Springergabel lief. Genau diese „unforced errors“ sind der Ansatzpunkt: Sie entstehen selten aus fehlendem Wissen, sondern aus einem Zustand, den man hätte bemerken und regulieren können.

Bezug zur ChessMind-Methodik

Buhmann beschreibt im Gespräch, warum er die ChessMind-App im eigenen Training empfiehlt: Sie senkt die Einstiegshürde in das Thema und – wichtiger – sie hilft dabei, Routinen konstant zu etablieren. Genau darauf zielt der strukturierte Trainingspfad mit seinen Programmen, Erinnerungen und situativen Sofort-Hilfen vor, während und nach der Partie. Die zwölf mentalen Dimensionen der ChessMind-Analyse decken jene Faktoren ab, die im Video als entscheidend beschrieben werden: Konzentration, Emotionsregulation, Entscheidungsstil und Energie.

Für wen die Folge relevant ist

Der Auftakt eignet sich als Einstieg für alle, die den Begriff Mentaltraining bisher nur vage einordnen konnten. Buhmann und Notheis sind sich einig, dass Amateure davon genauso profitieren wie Profis – bei zwei gleich starken Spielern entscheidet häufig das schwächste Glied der Kette. Wer bisher ausschließlich in Eröffnungen und Taktikaufgaben investiert hat, findet hier oft die schnelleren Hebel.

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